Der Fonds und die Umwelt
Beim Bau seiner Häuser und Wohnungen bevorzugt der Fonds du Logement einerseits natürlich qualitativ gute Materialien zu annehmbaren Preisen, setzt sich andererseits aber für den sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen ein, um dadurch langfristig die Entwicklung positiv zu beeinflussen.
Dieser Aspekt ist bei den Gebäuden in allen Bereichen wieder zu finden.
Architektur
Wärmedämmung ist von entscheidender Bedeutung (isolierende Steine oder Verblendziegel mit Wärmeisolierung); die Fassaden werden mit mineralischem Putz behandelt. Die Haltbarkeit der gewählten Materialien ist für den Fonds ausschlaggebend.
Technische Anlagen
Zur Reduzierung des Treibhauseffektes werden 3 Schritte gleichzeitig eingeleitet: - sparsamer Umgang mit Energie durch Senkung des Verbrauches und Verbesserung der Leistung von Anlagen und Maschinen. - Erhöhung der Zahl von Anlagen, die Wärme und Strom gleichzeitig erzeugen und den Ausstoß an CO2, NOx, CnHm und SO2 erheblich vermindern. - Nachhaltige Förderung des Einsatzes erneuerbarer Energien (Solar) und von Biomasse (z.B. Holz).
Bei der Verbrennung von Holz entsteht zwar auch CO2, dabei darf aber nicht vergessen werden, dass es die gleiche Menge CO2 während seines Lebens als Baum verbraucht hat. Darüber hinaus entspricht die bei der Verbrennung entweichende CO2-Menge der Menge, die entweicht, wenn der Baum in der Natur verrottet. Der Fonds du Logement setzt sich nachdrücklich für die Umsetzung der drei oben angeführten Punkte ein:
1) Sparsamer Umgang mit Energie :
- Eine gute Wärmedämmung beim Gebäudebau reduziert den Verbrauch an Heizenergie.
- Der Einbau von mit Gas betriebenen Brennwertkesseln in Häuser und Wohngebäude verbessert die Leistung der Anlage erheblich, nicht zuletzt durch niedrigere Heiztemperaturen.
- Gemeinschaftsräume und Treppenhäuser werden zur Reduzierung des Stromverbrauchs grundsätzlich mit Zeitschaltuhren ausgestattet.
- Die Warmwasserversorgung erfolgt wann immer möglich zentral über den Kessel.
- Die Heizanlagen werden über die Außentemperatur kontrolliert.
- Erdgas wird immer dort verwendet, wo ein Anschluss möglich ist, und bietet folgende Vorteile:
geringerer Platzverbrauch als Heizölsauberere Verbrennung als Heizöl. Es wird nicht nur weniger CO2 freigesetzt, sondern auch weniger Schwefeldioxid (SO2) und weniger Stickoxide (NOx)obwohl es auch mit Heizöl betriebene Brennwertkessel gibt, ist die mit Erdgas betriebene Brennwerttechnik deutlich ausgereifter.
2) Anlagen mit Strom-/Wärmekopplung :
- Die Wohnviertel Sauerwiss und Mühlenbach werden beide über eine mit Gasmotor betriebene Heizzentrale mit gekoppelter Strom-/Wärmeerzeugung versorgt, so dass die freigesetzte CO2-Menge ganz erheblich reduziert werden konnte.
- In Dudelange-Brill wurde in Kooperation mit der Stadt Dudelange eine Heizzentrale mit 2 Gasmotoren errichtet.
- Ein Gasmotor kleinerer Kapazität ist im Viertel Aal Esch in Esch-sur-Alzette installiert worden.
Die Motoren in Dudelange und im Mühlenbach-Viertel haben Hochleistungskatalysatoren, die die CO- und NOx-Emissionen erheblich reduzieren. Um umweltschädliche Einflüsse in Geldwert auszudrücken wurde bei der Abgabe der Angebote für diese beiden Projekte eine Kosten-Nutzen-Analyse zum Vergleich des finanziellen Aufwands mit den ökologischen Vorteilen eingereicht.
3) Erneuerbare Energien :
- Die Nutzung von Regenwasser für WC-Spülungen ist bei vielen Projekten des Fonds du Logement von ganz zentraler Bedeutung. Obwohl eine derartige Installation wirtschaftlich gesehen zur Zeit wenig rentabel ist, legt der Fonds Wert darauf und zwar nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus didaktischen Gründen.
- Die Installation von Solarzellen zum Vorheizen von Warmwasser ist eine weitere Möglichkeit zur Reduzierung von CO2-Emissionen. Schätzungsweise 40 bis 50 % der jährlich zur Warmwasserbereitung erforderlichen Energie können so eingespart werden. Die beiden ersten Anlagen sind in Wasserbillig und in Dudelange installiert worden. Weitere sollen in Grevenmacher, Tétange und Hosingen folgen. Da der Nutzen solcher Installationen in starkem Maße vom tatsächlichen Warmwasserverbrauch abhängig ist, ist es zunächst wichtig, diesen eindeutig zu ermitteln, bevor daraus Schlußfolgerungen für künftige Projekte gezogen werden können.
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